Trainingslager für Dalsland


In wenigen Tagen soll die lang herbeigesehnte Kanuwanderung in Dalsland, Schweden stattfinden. Boris wird auf dieser Tour mein Partner sein und auch für ihn wird dabei ein lang geträumtes Abenteuer Wirklichkeit. Um uns so richtig in Stimmung zu bringen bietet sich das “Skandinavien des Waldviertels” hervorragend an.

DSCF1036.JPGAlso kurz entschlossen packen wir unsere wichtigsten Survival-Utensilien zusammen und starten ein Wochenend-Trainingslager in Ottenstein im Waldviertel in Niederösterreich. Durch den Heimvorteil (Wohnwagenbesitzer in Lichtenfels, direkt am Stausee) war es für mich ein Leichtes, ein Kanu für einen Trainingstag zu organisieren.

Neben dem “ans Kanu gewöhnen” geht es uns natürlich auch um den Spassfaktor und so darf die Anglerei nicht fehlen. Immer wieder halten wir an einladenden Felsen an um dort eine Weile zu fischen. Und als wir gerade mal wieder unsere Angeln auswerfen, bekommen wir Besuch.

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Ein kleiner Mink huscht an uns vorbei und verschwindet in einer Felsspalte. Doch es vergehen nur ein paar Sekunden und einerseits die Neugier sowie der Duft, den offensichtlich unsere auf dem Felsen herumliegenden toten Köderfische absondern, bewegen den Mink dazu sich wieder zu zeigen.

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Und dann macht er sich bei mir unbeliebt. Kaum haben wir uns an den Gast gewöhnt - eigentlich sind ja wir Gäste und der Mink ist hier zu Hause - da macht sich das Tier einfach über einen unserer Köderfische her. Für ein paar Minuten knackst und knuspert es dann hinter dem Felsen und ohne jegliches schlechtes Gewissen kommt der Mink aus seinem Versteck. Er holt sich noch den Rest und verschwindet dann so schnell wie er gekommen ist.

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Wir paddeln weiter und freuen uns an diesem Tag mehrfach über einen gefangenen Hecht. Leider sind alle zu klein um sie mitzunehmen, aber das stört uns kaum.

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Und das Trainingslager hält auch noch einen kleinen Vorgeschmack auf das Wetter, das uns einige Wochen später in Schweden erwartet, bereit.

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Es beginnt zu regnen und ein eisiger Wind macht sich auf. Einige Tage später wissen wir beide, dass wir uns genau jetzt verkühlt haben. Zum Glück können wir den Schnupfen noch rechtzeitig vor der großen Kanuwanderung auskurieren. Egal, uns fröstelt, aber wir halten durch. Unser Wille wird dann noch mit einem Hecht, der endlich eine brauchbare Größe hat belohnt. Sofort ist klar, das ist unser verdientes Abendessen.

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Im Anschluss an die Stärkung verbringen wir noch den Abend am Wasser bis wir beide mehrmals einschlafen und daher beschließen unser Training zu beenden und uns in den Wohnwagen zu verkriechen. Am nächsten Tag fahren wir nach Hause und haben einen guten Vorgeschmack auf unser Schweden-Abenteuer im Gepäck.


Datum: Montag, 4. Juni 2007 13:25
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Ein Kommentar

  1. 1

    Lieber Franz!
    Bin zufällig zu deiner Seite gekommen. Weiter so mit deiner Begeisterung
    Kanu zu fahren und in die Berge zu gehen! Du hat ja noch viel Zeit für
    viele Abenteuer vor dir. Jack London sagte einmal: “das Leben ist nicht
    dazu da um es sich aufzusparen”!
    Besonders schöne Fotos fand ich bei dir von deiner Schwedentour.
    Beste Grüsse! Wolfgang
    PS.: auch ich bin schon am Ottensteinsee mit dem Kanu gefahren!

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