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Mit der Draisine durch’s Weinviertel
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Seit einiger Zeit besteht auf einer 1988 stillgelegten Bahnstrecke zwischen Ernstbrunn und Asparn/Zaya die Möglichkeit, das schöne Weinviertel (im Nordosten von Niederösterreich) von der Fahrrad-Draisine aus zu erkunden. Als gebürtiger und wohnhafter Weinviertler gleicht es fast einer Verpflichtung dieses Angebot zu nutzen. So habe ich das schöne aber nicht zu heiße Wetter heute als gute Gelegenheit für diese Unternehmung gesehen.
Da sowohl in den Zeitungsberichten als auch in der Mundpropaganda immer wieder geraten wird eine telefonische Voranmeldung zu tätigen habe ich in der Mittagszeit angerufen und nachgefragt, ob man denn noch am selben Tag eine Draisine für die Strecke von Asparn nach Ernstbrunn (12,7 km) “buchen” könnte. Nach ein paar freundlichen Worten und der geschäftstüchtigen Information, dass nur noch eine Draisine (von 28) frei wäre, wurde kurz entschlossen für Abfahrt um etwa 14.00 Uhr reserviert.
Wir kommen pünktlich am Bahnhof in Asparn an und werden sehr freundlich begrüßt. Nach einer kurzen Einschulung und zweifelsfrei touristisch geschulten Information über die Leiser Berge zahlen wir 38,- Euro und schon treten wir in die Pedale. Bereits nach 10 Minuten läuft uns der Schweiß über die Stirn und ich bemerke: “Das ist aber nix für Sonntags-Spaziergänger”.
Ungefähr eine Stunde lang fährt man kontinuierlich bergauf, was nicht weiter stört, wenn man sich genug Zeit nimmt und nicht gerade von hinten angeschoben wird. Man sollte also darauf achten, dass man beim Start nicht schon eine oder mehrere Draisinen im Rücken hat. Lieber die Leute vorher starten lassen und dann erst selbst losfahren. Wenn man die Natur genießen und vielleicht auch das eine oder andere Foto schießen möchte kann man einen drängelnden Verfolger nicht gebrauchen.![]()
Wir haben so halbwegs Glück und strampeln unter vollem Körpereinsatz zum höchsten Punkt der Strecke auf 290 Meter Höhe. Dort, bei der Draisinenalm Grafensulz ist eine kleine Raststation aufgebaut und wir pausieren und stärken uns mit Wurstsemmeln und Traubensaft.
Die Kinder genießen die Fahrt bisher, leicht zu verstehen, wenn die Eltern die Arbeit haben. Nach cirka 20 Minuten machen wir uns an den 2ten Teil, der laut Auskunft der Betreiber nur mehr bergab gehen soll.
Und tatsächlich düsen wir mit einer tollen Geschwindigkeit dahin. Jetzt kommt natürlich auch bei mir und meiner Frau eine fast schon ausgelassene Stimmung auf. Wir pfeifen und hupen, wie das ein Zug halt auch machen würde. Es wird viel gelacht und der Fahrtwind braust uns um die Ohren. Daneben das typische Rattern der Schienen, wie man es aus den (älteren) Zügen kennt.
Dieser Teil der Fahrt geht dann irgendwie viel zu schnell vorüber. Ohne viel zu treten kommen wir nach etwas über einer halben Stunde am Ziel zwischen Tomasl und Ernstbrunn an. Dort parken wir die Draisine und steigen in unser (privates) Taxi. Vom Veranstalter wird übrigens auch ein Shuttle für 5,- Euro pro Person angeboten.
Ein schönes Erlebnis war es auf jeden Fall und ich kann jedem nur dazu raten. Besonders für Touristen eine Möglichkeit etwas vom Weinviertel abseits der Straße kennen zu lernen.
Kontaktmöglichkeit für Interessierte:
Telefon: 0664/447 69 44
oder im Web unter: www.weinvierteldraisine.at
oder per Email unter: info[at]weinvierteldraisine.at
Wenn Sie Fragen zu der Tour haben können Sie mich gerne kontaktieren und wenn Ihnen der Bericht gefallen hat hinterlassen Sie bitte einen Kommentar!
Datum: Sonntag, 5. August 2007 18:00
Themengebiet: Regionale Berichte Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar
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Mittwoch, 15. August 2007 15:54
Hallo Franz, wenn ich Deinen Bericht richtig interpretiere, ist es besser, von Ernstbrunn nach Aspan zu fahren ?
Ihr hättet vor Reíseantritt bei uns auf eine kleine Stärkung vorbeikommen sollen oder aber Giovanni vorapannen !
Liebe Grüße
Peter