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So geht’s: vom Fisch zum Filet
TeilenZu einem ordentlichen Outdoor Erlebnis gehört häufig auch die Beschaffung der Nahrung.
Jagen, Sammeln und Fischen sind die Methoden um Nahrungsmittel in der Wildnis aufzutreiben. Dem letztgenannten Punkt möchte ich mich in diesem Beitrag etwas widmen.
Eine Angelausrüstung ist in der Regel schnell organisiert, vor allem wenn man einer alten Fischerweisheit glaubt, welche besagt: “Fische kannst du mit jeder Angel fangen, wenn du weisst wo und wie!” Darum werde ich über die diversen Anteltechniken vielleicht ein anderes Mal berichten und erst einmal die Schritte nach dem Fang beschreiben.
Gleich vorweg möchte ich anmerken, dass alle Fotos am bereits getöteten Fisch “nachgestellt” wurden.
Nun chronologisch:
Als erster Punkt muss natürlich ein Fisch gefangen werden. In meinem Fall ein kleineres Hecht-Exemplar.
Durch einen kräftigen, geziehlten Hieb auf den Kopf mit einem Stück Holz, oder wenn vorhanden einem Fischtöter, wird der Fisch betäubt.
Im Anschluß hat man die Wahl zwischen entweder einem präziesen Stich ins Herz des Fisches (etwa zwischen den Brustflossen - eher etwas Richtung Kopf tendierend) oder einem Kiemenschnitt (das Messer ansetzen, wo die Kiemenausläufer in der Nähe des Maules zusammenlaufen und durchschneiden).
Je nach Größe den Fisch am Schwanz 1-2 Minuten festhalten und ausbluten lassen.
Danach das (scharfe !!) Messer an der Afteröffnung ansetzen, einige Millimeter einstechen und dann die Bauchdecke Richtung Kopf aufschneiden. Wichtig: Nicht zu tief schneiden sonst verletzt man Organe. Dies wäre vorallem bei der Galle problematisch da so das Fleisch bitter werden kann (wenn man nicht sofort den Fisch gründlich wäscht).
Hat man so den Fisch geöffnet kann man die Eingeweide mit einem Griff unter Mithilfe eines kurzen Schnittes in Kiemennähe herausnehmen.
Nun muss man noch die schwarze Substanz im Fischrücken entfernen. Es handelt sich um die Niere des Fisches.
Diesen Schritt sollte man am Besten unter kühlem (fließenden) Wasser durchführen. Dabei fährt man mit dem Daumennagel durch die Niere und kratzt sie einfach heraus. Das gleiche macht man mit den störenden Äderchen, die noch auf den Filets sitzen. Dann gründlich Spülen oder Auswaschen.
Weiter geht es mit einem Schnitt direkt hinter dem Kopf bzw. den Kiemen auf dem Rücken vom Kopf bis zum Schwanz.
Weiter in einem Bogen bis zur Mittelgräte.
Und dann langsam mit sägenden Bewegungen die Filets abziehen.
Jetzt muss man nur noch die Haut vom Filet trennen. Das geht am besten indem man mit den Fingernägeln die Haut am Rand niederhält und dann ganz flach mit dem Messer mit leichtem Druck zur Haut entlangschneidet. Natürlich gibt es diverse Filetierhilfsmittel, vom Handschuh bis zum Schneidbrett mit Haltehilfe. Kann man, muss man aber nicht verwenden.
Noch kurz Abspühlen - Fertig!
Dann mit Salz, Pfeffer und Knoblauch würzen und ab auf den Grill! Mahlzeit!
Frisch von der Angel. Die besten Outdoor-Fischrezepte
Datum: Mittwoch, 26. September 2007 20:16
Themengebiet: Allgemeines u. News Trackback: Trackback-URL
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3 Kommentare
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Donnerstag, 27. September 2007 8:59
ich hätte ihn gern so wie beim letzten mal schon fertig, ohne mir das alles ansehen zu müssen.
überhaupt den schlag auf den kopf!!!! ich tät entweder verhungern in der wildniss oder mich “rein pflanzlich” ernähren.
Donnerstag, 27. September 2007 9:42
Sehr schöne Anleitung. Ich bevorzuge ja den Fisch einfach ganz zu lassen, von innen zu würzen, und dann in Alufolie auf’s Feuer. Die Haut löst sich dann auch sehr leicht vom Fisch ab. Klappt jedenfalls sehr gut mit Forelle.
Donnerstag, 1. November 2007 16:51
Super, jetzt hab ich endlich mal eine vernünftige Anleitung fürs filetieren gefunden. Super erklärt, danke.