Sensorreinigung bei DSLR-Kameras


sensorschmutz.jpgSehr schnell erkennt man beim Umstieg von Analogfotografie auf eine digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) neben vielen Vorteilen auch ein neues Problem: Schmutz auf dem Sensor. Durch die Filmrolle war dieser Umstand früher nicht gegeben, doch da der in DSLR-Kameras verwendete Sensor sich i.d.R. nicht bewegt kommt es in regelmäßigen Abständen immer wieder zur Ablagerung von Staub oder kleinen Haaren. Einige Hersteller steuern bereits mit ausgeklügelten Techniken wie zB dem “Dust Removal System” oder mit auf Nanotechnologie basierender Fluor-Vergütung versiegelten Low-Pass Filtern gegen diese Problematik.

Nun kann man nicht voraussetzen, dass bereits alle Kameras solche (im Übrigen auch nicht 100%igen) Technologien verwenden und so ist man entweder auf die Service-Leistungen von Foto-Fachgeschäften bzw. der Hersteller direkt angewiesen oder der Fotograf wird kreativ und löst das Problem selbst! Für eine professionelle Reinigung blättert man im Durchschnitt zwischen 50,- und 100,- Euro hin. Und das immer wieder, denn die Verschmutzung tritt in regelmäßig wiederkehrenden Abständen ein. Bei jedem Objektivwechsel, bei Verwendung von Zoomobjektiven mit langen Brennweiten (Tubus saugt eine Menge Luft die typischerweise auch Staub enthält) und selbst beim Herumliegen gelangt Staub in das Innere der Kamera.

isopropanol.jpgEine sehr günstige und doch relativ wirksame Methode findet in zahlreichen Foto-Foren im Internet großen Anklang. Was man dafür benötigt kostet gerade mal an die 5,- Euro und ist leicht zu bekommen:

  • Wattestäbchen (hoch gelobt wird die Marke “Q-Tips”)
  • Isopropanol-Alkohol (nahezu 100% reiner Alkohol)

Besonders beim Alkohol ist es wichtig nicht irgend etwas hochprozentiges zu verwenden sondern exakt Isopropanol zu beschaffen, da sich bei Verwendung dieser Flüssigkeit besonders wenig bzw. keine lästigen Schlieren auf dem Sensor bilden.

Die Anwendung (dargestellt am Beispiel einer Canon 30d):

1. Schritt:

vollständig geladenen Akku verwenden, Objektiv abnehmen und im Kameramenü “Sensor Reinigung” auswählen

spiegel30d_0.jpg 30dmenue_0.jpg
   

2. Schritt:

der Spiegel klappt hoch und gibt den Sensor frei

30dbajonett.jpg sensor30d_1.jpg sensor30d_2.jpg
     

3. Schritt (die eigentliche Reinigung)

mit vorsichtigem !! Druck ein mit Isopropanol getränktes Wattestäbchen den Sensor über den Sensor streichen, nicht überschwemmen aber sorgfältig benetzen, danach mit einem oder mehreren trockenen Stäbchen trockenwischen.

sensorreinigung.jpg  
   

4. Fertig!

Isopropanol verdunstet schnell und so kann es mehrere Durchgänge benötigen um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen. Mit ausreichend Geduld und Feingefühl hat man kurze Zeit später einen staubfreien Sensor und kann sich wieder auf das Wesentliche, nämlich das Fotografieren und nicht auf das Retouchieren von lästigen Punkten Flecken konzentrieren.

Ich habe auf diesen Weg alle Verunreinigungen wegbekommen bis auf ein lästiges Härchen, das sich aber vermutlich zwischen dem Low-Pass Filter und dem eigentlichen Sensor befindet.

Formhalber weise ich darauf hin, dass ich keine Haftung für zerstörte Filter, Kameras oder Sonstiges übernehme. Die Reinigung ist wirklich nicht schwer und ist in ca. 15 Minuten durchgeführt. Wer zittrige Hände oder Angst hat, sollte die Kamera jedoch zu einer prof. Reinigung einschicken. Das kostet aber ist sicher (Wichtig: die Kamera ist sicher für einige Tage/Wochen weg).


Datum: Mittwoch, 5. November 2008 10:47
Themengebiet: Fotografie Trackback: Trackback-URL
Feed zum Beitrag: RSS 2.0
weinviertelbanner.gif

Ähnliche Beiträge auf dieser Webseite:



Frage, Kritik, Meinung?

Kommentar abgeben

Comment Spam Protection by WP-SpamFree


Inhalte und Fotos sind urheberrechtlich geschützt und unterliegen dem Copyright von Franz Obendorfer © 2007-2010.