(K)ein Vergnügen - Naturfotografie im Winter
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Zugegeben, oft bedarf es auch bei eingefleischten Naturfotografen einiges an Überwindung, sich bei pfeifendem Wind und klirrender Kälte aufzuraffen um sich mit Schneeschuhen und 15kg Ausrüstung auf die Suche nach einem winterlichen Fotomotiv zu begeben. Im Extremfall hat man noch - wie ein Gespenst- ein weisses Tuch übergestreift um nicht aufzufallen und Tiere zu verscheuchen. Und dann kommt noch erschwerend hinzu, dass im Winter nur wenige Stunden wirklich brauchbare Lichtverhältnisse herrschen.
Da diese fotografischen Streifzüge über die heimischen Felder sehr anstrengend sind und meine freie Zeit diesen Winter leider eher knapp bemessen war, habe ich die Zeit vielfach nur zur Motivsuche und zum Anludern (Anm.: Luder = Köder für Raubvögel) verwendet. Ich hoffe nun im beginnendem Frühling von diesen Vorbereitungen zu profitieren.
Mittlerweile ist auch der Schnee verschwunden und das Grün kehrt langsam zurück ins Landschaftsbild. Noch macht das Ansitzen bedingt durch Kälte und Wind nur mäßigen Spass, doch ab und an hoppelt zumindestens ein Feldhase durch den Sucher und der steifgewordene Zeigefinger drückt reflexartig auf den Auslöser.
Datum: Dienstag, 10. März 2009 18:50
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2 Kommentare
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Mittwoch, 6. Januar 2010 15:26
Tut mir leid, aber ich finde es schon ziemlich widerlich, Greifvögel und/oder andere Wildtiere anzuködern, um ein Foto von Ihnen zu machen. Das ist nicht nur unsensibel und unsportlich, sondern auch für die Tiere gefährlich. Der (Natur-)Fotograf sollte seine Denkweise diesbezüglich überdenken!
Franz Obendorfer antwortet:
Januar 9th, 2010 um 11:51
Ich respektiere diese Meinung, jedoch darf man nicht einer Illusion erliegen. Es gibt nahezu keine Natur-Aufnahmen, sei es für Film und TV oder andere Foto und Print, die nicht ohne derartige Hilfsmittel entstehen. Es wäre viel zu kostspielig und oft auch unmöglich ohne entsprechende Vorbereitungen und “Lockmittel” zu produzieren. Im prof. Bereich wird mit Locationguides gearbeitet, die vor den Dreharbeiten bereits 1-2 Wochen lang den Drehort vorbereiten, anfüttern oder -ludern und Tarnhütten vorbereiten.
Und von Unsportlichkeit kann auch keine Rede sein, schließlich bleibt es dem Vogel überlassen die angebotene Beute zu akzeptieren. Soviel sei verraten, mit dem Auslegen eines Luders ist noch sehr lange kein Foto im Kasten…