Junior’s erstes Mal - Eindrücke für’s Leben…


IMG_7821.jpgSchon zwei Jahre verspreche ich meinem größeren Sohn, in den Sommerferien mal mit Ihm ein richtiges Abenteuer zu unternehmen. Immer wieder kam uns etwas dazwischen. Mal war es beruflicher Stress, dann wieder eine Schlechtwetterphase. Aber heuer war es soweit - endlich. Strahlend blauer Himmel, ein heißer Sommertag und auch für den folgenden Tag keine Änderung angekündigt. Alle haben Zeit, also nichts wie ab in die Natur.

Wir packen Zelt und Schlafsäcke ein, besorgen noch schnell ein paar Bratwürste und Snacks. Dann gehts zu einem “geheimen Platz” im Weinviertel, bei dem ich schon in meiner Kindheit zahlreiche Nächte unter freiem Himmel verbracht habe.

IMG_7824.jpgEs gibt viel Wissenswertes, wie zum Beispiel die Auswahl des geeigneten Zeltplatzes. Wir prüfen den Sonnenstand und richten den Eingang nach Osten aus um am Morgen von der Sonne empfangen zu werden. Aber auch der Boden wird auf Steine und Unebenheiten abgesucht, damit man nicht durch das Zelt rollt. Auch die Heringe lassen sich nicht überall in den Boden einschlagen, aber mit vereinten Kräften schaffen wir den Aufbau. Die Neugier wächst und so beantworte ich natürlich auch viele Fragen zu meinem Schwedenabenteuer 2007.

Der Schlafplatz ist gesichert, also machen wir uns daran die Umgebung zu erkunden. Wir entecken ein Rehpärchen und genießen von einer nahgelegenen Erhöhung aus die Aussicht.

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Der nächste Programmpunkt ist das Vorbereiten der Feuerstelle und das Sammeln von Feuerholz, sowie das Bereitstellen eines Wasserkanisters, denn all das kann in der Dunkelheit mühsam werden. Als dann einige Zeit später der Hunger Alarm schlägt, beginnt die Zeremonie. Vom Start weg haben wir ein prächtiges Feuer. Wir bruzzeln uns Bratwürste und Knacker und als Nachspeise rösten wir uns Marshmallows (Süßigkeiten ähnlich dem bekannten Mäusespeck, ursprüngl. aus echtem Eibisch).

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Nach dem Essen bricht auch schon langsam die Nacht herein. Es ist die ideale Zeit für typische Vater-Sohn-Gespräche wie aus dem Bilderbuch. Wir lachen viel, tratschen über Mädchen und genießen den klaren Sternenhimmel. Gegen 22 Uhr überkommt Junior die Müdigkeit und wir löschen das Feuer und kriechen in unsere Schlafsäcke.

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Die Nacht ist ruhig und wir schlafen beide wunderbar. Ich wache um halb 7 Uhr auf und fotografiere eine Weile im Morgenlicht die Insekten und Blumen rund um unseren Lagerplatz. Eine dreiviertel Stunde später steckt mein Sohn seinen Kopf aus dem Zelt und vermeldet: “Ich finde keine Worte… ur cool!”. Ich verstehe das als riesiges Kompliment und freue mich, ihn offenbar gelungen in die Welt der Outdoor-Abenteuer eingeführt zu haben.


Datum: Sonntag, 2. August 2009 12:14
Themengebiet: Regionale Berichte Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar

  1. 1

    Na bitte - demnächst schlägt er dann Zelte im Basislager von den 8000ern auf.

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