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Bergtour: Losenheim - Fadensteig - Schneeberg
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In der Hoffnung auf prächtiges Wetter bin ich am Sonntag Morgen mit meinem größeren Sohn aufgebrochen, um den höchsten Berg Niederösterreichs, den Schneeberg, zu erobern. Um 5.35 Uhr sind wir mit dem Zug von Mistelbach abgereist, um über Wien und Wr. Neustadt nach Puchberg/Schneeberg, und dann weiter mit dem Bus, nach Losenheim zu gelangen. Um etwa dreiviertel 9 Uhr waren wir schließlich am Ausgangspunkt der Tour, beim Sessellift auf 832m Seehöhe, angekommen.
Über einen Forstweg sind wir zunächst durch ein Waldstück die ersten 400 Höhenmeter bis zur Edelweißhütte (1248m) aufgestiegen. Nach gut einer Stunde ist uns ein deutscher Tourist entgegengekommen, der umgedreht hatte und uns sehr irritiert von einer Absperrung des Weges berichtet hat. Einige Kehren später waren wir dann bei einem Weidegatter angekommen, das sich von uns allerdings mühelos öffnen lies (grins). Eine Kuh versuchte sich zwar auf unserem Weiterweg als lebende Wegsperre, konnte uns aber lediglich für die Dauer eines Fotos aufhalten.
Nach der Edelweißhütte beginnen die steilen 500 Höhenmeter des Fadensteiges. Schneller kann man nicht auf den Schneeberg kommen. Der Weg geht zuerst durch den Wald bis zur Baumgrenze - hier machten wir eine kurze Rast und genehmigten uns eine Jause - und dann beinahe gerade auf das Plateau hinauf. Der Steig ist definitv nichts für Sonntagsausflügler in Sandalen - Schwindelfreiheit und Bergerfahrung sind für die folgende Kletterei (Schwierigkeit etwa 1-) vorausgesetzt. Auf den Steilhängen sind gelb-weisse Punkt- oder Pfeilmarkierungen erkennbar, die sich bei der Navigation durch Schutt und Geröll als sehr hilfreich erweisen.
Vom Plateau aus wanderten wir ca. 1,6km leicht ansteigend bis zur Fischerhütte (2049m). Trotz der Versprechungen der Wetterfrösche zeigte sich der vorhergesagte blaue Himmel bisher nur gelegentlich und je höher wir kamen, desto stärker blies der Wind.
Nach einer Stärkung mit Erbsensuppe und Würstel in der Hütte machten wir uns auf das letzte Wegstück zum 2076 Meter hohen Gipfel des Hochschneebergs, wo auch eine große Sendeturmanlage steht. Der Wind war fürchterlich und wir hatten zu tun, dass er uns nicht die Kappen vom Kopf wehte.
Wir blieben nur für einen Augenblick und machten uns dann unverzüglich auf den Rückweg. Bis zum Plateau gingen wir ohne Pause, dort angelangt genehmigten wir uns aber eine Verschnaufpause. Junior entdeckte die Wiese für sich und hätte wahrscheinlich am liebsten eine Weile hier geschlafen. Aber wir mussten schliesslich weiter, um den Bus in Losenheim wieder zu erreichen.
Während dem Abstieg über den steilen Steig spürten wir auch langsam unsere Beine, die nun schon mehr als 1200 Höhenmeter Aufstieg hinter sich hatten. Ein Blick zurück machte nochmal einen ordentlichen Eindruck auf uns. Für das letzte Teilstück der Tour entschieden wir uns aus Zeitgründen für den Sessellift. Kurz nach 17.00 Uhr waren wir wieder bei der Bushaltestelle in Losenheim, von wo aus wir unsere Rückreise antraten.
Um 20.30 trafen wir wieder müde, aber zufrieden zu Hause ein. Wir hatten den höchsten Berg Niederösterreichs über eine anspruchsvolle Route bewältigt und ein gutes Training für die bevorstehende Bergwoche in Südtirol absolviert.
Datum: Montag, 28. Juni 2010 23:35
Themengebiet: Unterwegs in Österreich Trackback: Trackback-URL
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Ein Kommentar
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Montag, 5. Juli 2010 17:42
cool, war sicher ein schöner ausflug und die fotos sind auch wieder super.
dein sohnemann geht dir übrigends schon bis zur schulter - sollte dir das noch nicht selbst aufgefallen sein! hihihi
lg dani