Über mich

Was mich bewegt
Mich interessiert nicht nur, wie etwas ist, sondern auch, warum es so geworden ist. Ob es dabei um Technik, Natur, Geschichte oder gesellschaftliche Entwicklungen geht, ist für mich zunächst zweitrangig. Das spiegelt sich auch in der Art und Weise, wie ich Wissen weitergebe, sei es an Lehrlinge im Betrieb oder an Menschen, die meinen Vorträgen beiwohnen. Nur wer die Hintergründe kennt und versteht, kann praktische Aufgaben selbstständig durchführen, kann neue Themen und eigene Ideen erfolgreich umsetzen.
Mit zunehmendem Alter verspüre ich ein wachsendes Bedürfnis, Wissen und Zeugnisse vergangener Zeiten zu bewahren. Die Arbeit an der Guido-Sklenar-Bibliothek und am Bildarchiv meines Vaters Franz K. Obendorfer bedeutet für mich mehr als das Digitalisieren historischer Bücher und analoger Fotografien. Es geht darum, Zusammenhänge zu erschließen und Dinge zugänglich zu halten, die andernfalls in Vergessenheit geraten könnten.
Ich liebe echte Musik, besonders auf Vinyl. Und wenn der Moment passt, gibt es kaum etwas Schöneres, als eine gute Schallplatte aufzulegen, laut aufzudrehen und bei Kerzenlicht auf der Couch ganz in die Musik einzutauchen. Dafür muss man sich bewusst Zeit nehmen.
Apropos Zeit: Bäume zu pflanzen und sie über viele Jahre begleiten zu dürfen bedeutet mir viel. Auch dabei braucht es Zeit und Geduld, denn ihr Wert und ihre wahre Größe zeigen sich oft erst nach vielen Jahren. Die Bereitschaft, langfristig zu denken, etwas Eigenes zu gestalten und erworbenes Wissen weiterzugeben, verbindet viele meiner Interessen.
Mein beruflicher Weg
Von der Selbstständigkeit in der IT-Branche über viele Jahre in der Finanzwirtschaft bis zur biologischen Imkerei – mein beruflicher Werdegang verbindet unterschiedliche Erfahrungen und unternehmerische Herausforderungen.
IT-Branche
1997 – 2008
Rund zehn Jahre war ich als selbstständiger Unternehmer in der Computerbranche tätig. Vom anfänglichen reinen Dienstleister entwickelte ich mich rasch zum gefragten Fachhändler. In den frühen 2000ern kam mit dem Import und Export von EDV-Nischenartikeln eine weitere Sparte hinzu. Ergänzend vermittelte ich als WIFI-Trainer fachliches Wissen.
Finanzwirtschaft
2005 – 2015
Nach einer umfangreichen Ausbildung im genossenschaftlich organisierten Volksbankensektor umfassten meine Tätigkeiten Privatkundenbetreuung, Finanzierungs- und Anlageberatung sowie die Leitung einer regionalen Bankfiliale. Neben wirtschaftlichen Fragestellungen standen dabei die Beratung von Menschen und die Übernahme von Verantwortung im Mittelpunkt.
Bio-Imkerei, Landwirtschaft & Nachhaltigkeit
seit 2012
Mit dem Aufbau der Bio-Imkerei Blütengold® wurde die Arbeit mit den Bienen binnen weniger Jahre zum Mittelpunkt meiner unternehmerischen Tätigkeit. Neben der biologischen Honigproduktion und Direktvermarktung beschäftige ich mich intensiv mit der Zucht der Sklenarbiene sowie mit Fragen einer nachhaltigen Unternehmensführung. Zum Blick über den Tellerrand gehören für mich dabei auch die eigene Bewirtschaftung kleiner Ackerflächen und die Haltung von einigen Hühnern und Schafen.
Mein Interesse an Nachhaltigkeit geht jedoch über die biologische Wirtschaftsweise in meinem Betrieb hinaus. Besonders beschäftigt mich die Frage, wie sich ökologische Verantwortung, wirtschaftliche Tragfähigkeit und glaubwürdige Kommunikation in kleinen Unternehmen miteinander verbinden lassen. Diese Auseinandersetzung vertiefe ich auch im Rahmen meines Studiums im Nachhaltigkeitsmanagement an der CU Hochschule Kärnten.
Carpe diem.
Horaz · Oden I,11
Zwei Worte, die mich seit vielen Jahren begleiten – und die ich sogar auf meiner Haut trage. Für mich bedeuten sie mehr, als den Augenblick zu genießen: Sie erinnern mich daran, Möglichkeiten zu nutzen, Neues zu wagen und den eigenen Weg bewusst zu gestalten.
Vielleicht erklärt das, warum mein beruflicher Weg selten geradlinig verlief und mich heute so unterschiedliche Themen beschäftigen. Was diese Wege und Interessen verbindet, ist nicht nur die Freude daran, Neues zu entdecken und eigene Ideen zu verwirklichen, sondern auch der Wunsch, meine Zeit bewusst und sinnstiftend zu gestalten. Ich halte es für wesentlich, nicht bloß auf den nächsten Feierabend, das Wochenende oder den Urlaub hinzuarbeiten. Schließlich findet das Leben nicht nur in den Randzeiten unseres Alltags statt – sondern mittendrin.

