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  • Ein Abend beim wahrscheinlich nachhaltigsten Schallplattenspieler-Hersteller

    Ein Abend beim wahrscheinlich nachhaltigsten Schallplattenspieler-Hersteller

    Pro-Ject lud zum Jazzfest ins Headquater in Wilfersdorf

    Nun, dass ich großer Vinyl- und Musikfan bin, wissen beinahe alle, die mir schon einmal über den Weg gelaufen sind, mich irgendwann in den sozialen Medien (z.B. Facebook) entdeckt haben oder gelesen haben, was mich bewegt. Dass am Rand meines Wohnorts Wilfersdorf im Weinviertel auch der weltmarktführende Hersteller von Schallplattenspielern seine Zentrale hat, ist wahrscheinlich nicht so vielen Menschen bekannt. Unter dem Namen Pro-Ject gründete der Visionär Heinz Lichtenegger im Jahr 1991 – just in jener Zeit, in dem sich die digitale Compactdisc (CD) bereits im Höhenflug befand um Musikkassette und Vinyl abzulösen – ein Unternehmen, dass sich ganz der analogen Schallplatte verschrieb.

    Ziel war und ist es, hochwertige Plattenspieler zu einem erschwinglichen Preis zu erzeugen und dabei stets den Fokus auf die Musik nicht aus den Augen zu verlieren. Beinahe minimalistisch, wird auf unnötige Spielerein aus Fernost verzichtet und lieber auf verlässliche und langlebige Technik aus Europa gesetzt. Inzwischen erlebt die sogenannte Langspielplatte seit einigen Jahren eine regelrechte Wiedergeburt und nun wird das Festhalten Lichteneggers an der einst totgesagten Analog-Technologie belohnt

    Und weil es bei Pro-Ject ums große Ganze geht, endet der eigene Anspruch nicht bei den erzeugten Produkten, sondern setzt sich konsequent auch bei den Nachhaltigkeitsbemühungen fort. Besonderes Highlight im Pro-Ject Energiekonzept ist ein Eisspeicher tief unter der Erde; ein mehr als 900.000 Liter großer Wassertank, der zum Heizen und zum Kühlen verwendet wird.

    Selbstredend, dass ich schon lange stolzer Eigentümer eines Schallplattenspielers und diverser weiterer Geräte und Accessoires aus dem Hause Pro-Ject bin. So kam es dann auch zur Einladung zum Jazzfest am 31. August 2024. Hausherr und CEO Lichtenegger ließ es sich nicht nehmen, die zahlreichen Gäste persönlich willkommen zu heißen und öffnete an diesem Abend alle Türen der Firmenzentrale für die neugierigen Besucher. Für das leibliche Wohl sorgte der Rotary Club. Der Blick hinter die Kulissen dieses innovativen Vorzeigeunternehmens an einem spätsommerlichen Abend, an dem sich alles um Musik drehte, war ein ganz besonderes Erlebnis.